Geothermie Landau

Bürgerinitiative Geothermie Brühl/Ketsch e.V. 16.09.13

Bürgerinitiative Geothermie Brühl/Ketsch e.V.
c/o. Thomas Gaisbauer, Friedensstr. 29, 68782 Brühl, Tel: 06202-78878

E-mail: info@geothermie-bruehl.info

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 13.09.2013

Herrn

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Str. 12


70173 Stuttgart

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Geothermieprojekt in Brühl                                  

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

nachdem wir auf unsere bisherigen Briefe keine Antwort von Ihnen erhalten haben, versuchen wir es heute ein weiteres Mal.

Wir wissen, dass Sie sich schwer im Wahlkampf befinden und dabei auch in Bundesländern auftreten, für die Sie überhaupt nicht zuständig sind. Daher unser dringender Appell an Sie:

Kommen Sie zurück ins Ländle und kümmern sich endlich um die vielen Baustellen, für die Sie verantwortlich sind.

Apropos Wahlkampf:

Wenn wir den Presseberichten Glauben schenken dürfen, haben Sie anlässlich Ihres Besuches in Landau am 04.09.2013 angeblich verkündet, sie selbst würden vor riesen Problemen mit der Geothermie stehen und in diesem Zusammenhang folgende Aussagen getroffen:

 „Mit der Geothermie habe ich meine Probleme“

 und

 “Das ist eine große Katastrophe in Staufen, da wurden schwere Fehler gemacht und wir haben jetzt erst mal die Bremse reingehauen”.

Haben wir da möglicherweise etwas nicht mitbekommen? Wo haben Sie denn die Bremse reingehauen?  In Brühl jedenfalls nicht!

 

Gerade in Brühl forciert doch die Landesregierung dieses unsägliche Projekt nach Kräften, obwohl die dortigen Politiker über alle Missstände und drohenden Gefahren hinreichend informiert sind.

 

Anlässlich Ihres Besuches bei der Firma Herrenknecht am 08.03.2013 sollen Sie angeblich noch folgende Aussagen getroffen haben:

 „Die Geothermie bietet in Baden-Württemberg aber langfristig insbesondere für die Wärmeversorgung große Chancen”

 und

 „die Geothermie kann und muss für die Energiewende einen wichtigen Beitrag leisten.“

 Was führen Sie eigentlich für einen Wahlkampf?

Sie treten in Landau auf und versuchen dort den ‚Geothermie-gebeutelten‘ Menschen weiszumachen, Sie hätten Probleme mit der Geothermie und vor allen Dingen, Sie würden handeln, indem Sie angeblich die Bremse reingehauen hätten.

Ein kläglicher Versuch der Solidaritätsbekundung?

 Wenige Monate vorher statten Sie einem Unternehmer, der sein Geld mit (Bohrarbeiten u.a. für die) Geothermie verdient, einen Besuch ab und sehen dort langfristige wichtige Chancen für die Geothermie.

Sie flattern scheinbar wie das berühmte Fähnchen im Wind hin und her.  Wie weit wollen Sie eigentlich noch gehen, um Wählerstimmen einzukassieren?

 Positionieren Sie sich endlich eindeutig und zwar noch vor dem 22.09.2013. Die Menschen in Brühl, Ketsch, Schwetzingen, Plankstadt, Oftersheim, Mannheim-Rheinau und natürlich auch anderswo haben ein Recht darauf, zu erfahren, was ihnen mit einer grünen Umweltpolitik droht.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Geothermie Brühl/Ketsch e.V.

Thomas Gaisbauer                                                    Rainer Hüngerle

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