Geothermie Landau

D(aldrup) – Day? 18.10.16

Kurz nach der Ankündigung in Form einer Presseerklärung anlässlich des Halbjahresabschlusses des börsennotierten Unternehmens „Daldrup & Söhne AG“, das Landauer Geothermie – Kraftwerk wieder Anfahren zu wollen, wackelte in Landau wieder einmal der Boden. Das Unternehmen, das für das erste Halbjahr 2016 immerhin den „stolzen“ Gewinn von 3000 € nach Steuern ausweist, steht vermutlich unter immensem Erfolgsdruck, weil alle Projekte des, nach eigener Aussage, führenden Unternehmens in Sachen Tiefe – Geothermie, bei der Fertigstellung ins Stocken geraten sind.

Das gibt zu der Befürchtung Anlass, dass Daldrup, vermutlich in konspirativer Allianz mit dem Energieversorger „Energie Südwest“, versucht das Landauer Pannenkraftwerk wieder in Betrieb zu nehmen um seine Erfolgsbilanz zu frisieren.

Fakt ist es jedenfalls, dass der „Erdbebendienst Südwest“ des „Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland – Pfalz“ am 13.10.2016 ein induziertes Erdbeben mit der Magnitude 1,4 im Landauer Südosten ausweist. Inoffiziellen Quellen zufolge registrierte eine Messstelle auf dem benachbarten Ebenberg ein Beben mit der Magnitude 1,72. Die Lage des Epizentrums, nur wenige 100m nordöstlich des Kraftwerks im Innern des östlichen Gleisbogens gelegen, befindet sich näherungsweise in der Flucht des vom Kraftwerk nach Nord und Süd ausstrahlenden Bodenrisses, der durch die Bodenhebungen im März 2014 entstanden war und zur Abstellung der Anlage führte.

Daldrup kündigte in der oben erwähnten Presseerklärung an, dass eine Wiederinbetriebnahme des Landauer GKW´s unmittelbar bevorstehen würde. War dieses Beben ein Indiz dafür, dass Daldrup mit den Anfahrversuchen bereits begonnen hat? Die Stadtspitze, allen voran OB Hirsch, sind mit Aussagen die Zukunft des GKW betreffend auffallend zurückhaltend. Auch die Landesregierung zeigte sich jüngst ausgesprochen spröde, als die CDU MdL Christine Schneider zusammen mit ihrem Kollegen Martin Brandl eine kleine Anfrage anlässlich der Zukunft des Landauer Kraftwerks einbrachte.

Eine zweite Möglichkeit für das Auslösen des Bebens vom 13.10. könnte durchaus auch die vermutlich nicht zum Stillstand gekommenen Bodenabsenkungen rund um das GKW sein. Als die „BI Geothermie Landau – Südpfalz e. V.“ im März 2015 auf das Phänomen aufmerksam machte, reagierte das zuständige Stadtbauamt und sein Chef Kamplade ausgesprochen verschnupft und stoppte die Veröffentlichung der zuvor ins Netz gestellten Bodenbewegungskarten. Angeblich seien die Bodenbewegungen zum Stillstand gekommen. Die BI bezweifelt dies Aussage nach wie vor und sieht darin lediglich den Versuch den schleppenden Verkauf der Immobilien auf dem ehemaligen Geländes der Landesgartenschau nicht noch mehr zu behindern.

Die „BI Geothermie Landau – Südpfalz“ empfindet die Passivität der Verantwortlichen bei Stadt und Land als nicht mehr tolerierbare Zumutung für die Landauer Bürgerschaft und fordert die endgültige Abstellung des GKW Landau.

Gez. Thomas Hauptmann, 2. Vorsitzender „BI Geothermie Landau – Südpfalz“

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