Geothermie Landau

Die Bohrung ist beendet 01.04.15

Der in der Landauer Ausgabe verbreiteten Aussage von Herrn Dreher möchten wir entschieden widersprechen. Die Absenkungen die deutlich über das Maß der Hebungen im vergangenen Jahr hinausgehen, sind in der im Internet eingestellten Hebungskarte des Vermessungsamts dokumentiert. Wertet man die dort eingetragenen Ergebnisse aus, stellt man fest, dass sich der Boden am Kraftwerk um 11,9cm abgesenkt hat und damit fast 10cm unter dem Niveau zum Beginn der Messungen im Oktober 2013 zu liegen kommt. Am Messpunkt 3650/12, unmittelbar am Eingang zum Kraftwerk, hat sich zunächst der Boden zwischen Oktober 13 und März 2014 um 2,5cm gehoben. Schon die erste Messung nach der Abstellung der Anlage zeigte in der Zeit zwischen dem 10. und 24.03.2014 eine Umkehr der Hebung in eine Senkung. Die in diesem Zeitraum gemessene Absenkung von 2,8cm glich die zuvor festgestellte  Hebung mehr als aus. Diese Beobachtung wird durch die Auswertung des im März 2014 eingerichteten Messpunkts 3650/14 bestätigt, der an der S/W-Ecke des Kraftwerkgeländes liegt und die gleiche Absenkungsrate ausweist. Die aktuelle Karte vom 09.03.2015 zeigt, dass die Absenkungen sich weiter fortsetzen.

Die von uns gemachte Aussage zu den zum Fortschreiten der Senkungen und deren Ausmaß wird sowohl vom Vermessungsamt und vom Chef des Bauamts, Herrn Kamplade, ausdrücklich bestätigt. Das Bauamt sieht sich allerdings außer Stande diese Werte zu interpretieren. Die Senkungswerte nehmen ab, je weiter man sich vom Kraftwerk entfernt. Die Theorie einer Unterspülung hat übrigens Hr. Daldrup selbst ins Spiel gebracht. In einem Interview machte er die Aussage, die Betonplatten, die das Fundament für die Anlage dienen und noch aus der Zeit der militärischen Nutzung stammen, seien großflächig unterspült.

Im Zuge unserer Recherchen haben wir erfahren, dass die geo-x GmbH, die Betreiberin des Kraftwerks, eigene Messungen in Auftrag gegeben hat, über die das Vermessungsamt nur teilweise informiert ist. Jedenfalls kann die Behörde keine Angaben darüber machen, in welchem Umkreis die von Daldrup beauftragten Vermesser tätig sind.

Leider geizt das Bergamt mit Informationen zum aktuellen Stand der Ereignisse, was wir im Namen aller Landauer Bürger zu bedauern ist. Was von den Ankündigungen von Herrn Daldrup zu halten ist, haben die Landauer in den letzten 13 Monaten erlebt, denn keine der genannten Wiederinbetriebnahme-Termine hat sich als richtig herausgestellt. Wir hoffen, dass Daldrup nicht durch gezielte Falschinformationen versucht Sachverhalte, die einer Inbetriebnahme entgegenstehen, zu verschleiern versucht.

Gez.: Thomas Hauptmann, 2.Vorsitzender                                                                                      

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