Geothermie Landau

Info-Veranstaltung 28.05.15

Die BI sah sich durch widersprüchliche Aussage in den Medien zur Durchführung dieser Veranstaltung veranlasst, die einerseits von der Landesregierung kolportiert wurden, anderseits durch eine Presseerklärung im Vorfeld der Hauptversammlung der „Daldrup&Söhne AG“ in Umlauf gekommen sind und bei den Anliegern zu Befürchtungen Anlass gaben, das Geothermie-Kraftwerk könnte in Kürze wieder in Betrieb gehen.

Entgegen der Aussage von Ministerpräsidentin Dreyer während der laufenden Landesgartenschau sei eine Entscheidung nicht notwendig, steht die Ankündigung in einer Pressemitteilung der „Daldrup&Söhne AG“, deren Aktienkurs sich in den letzten Tagen im freien Fall befunden hat und dabei die 10,00€ Marke zum zweiten Mal seit dem Börsengang im Jahr 2007 unterschritt, man strebe eine Wiederinbetriebnahme im dritten Quartal des Jahres 2015 an. Seit dem Börsengang des Bohrunternehmens und einem Höchststand des Aktienkurses im Jahr 2008 von ca. 37,00€ hat das Daldrup-Papier ständig an Wert verloren und jetzt einen Tiefstand erreicht.

Großer Informationsbedarf herrschte bei den Neubürgern schon deshalb, weil die Informationen über die Situation um das Kraftwerk und deren möglichen Auswirkungen beim Kauf ihrer Immobilie offensichtlich doch eher verhalten ausgefallen waren. Vielen Käufern wurde bei der Veranstaltung gestern erst bewusst, mit welchen Risiken sie bei einer Wiederinbetriebnahme der Anlage rechnen müssen. Auf Unverständnis stießen bei den meisten Anwesenden die schlechte Informationspolitik der Stadt und die mangelnde Initiative der Verantwortlichen bei Stadt und Land, das GKW am Rande des sich entwickelnden „Wohnparks am Ebenberg“ dauerhaft abzustellen. Hier sind die Möglichkeiten der zuständigen Stellen noch lange nicht ausgeschöpft, die Initiative zum Handeln scheint allerdings offensichtlich durch politisches Kalkül negativ beeinflusst zu sein.

Kritisch gesehen wurde von allen Teilnehmern der Veranstaltung die von der BI seit langem kritisierte, bedenkliche Tatsache, dass während der laufenden Landesgartenschau immer noch das in vielerlei Hinsicht gefährliche Iso-Pentan in der Anlage vorgehalten wird. Ein Teilnehmer, der in direkter Nachbarschaft zum GKW einen Schrebergarten pflegt, berichtete von erst kürzlich stattgefundenen Feuerarbeiten mit Funkenflug an der Anlage. Wegen der leichten Entzündbarkeit und einer möglichen Explosionsgefahr der Iso-Pentan-Dämpfe müssen bei solchen Arbeiten besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Bei solchen Aktivitäten habe auch schon mehrmals die Brandmeldeanlage angesprochen, berichtete der Beobachter.

Berichte über den Umgang bei Schadensregulierungen mit den Geschädigten und Empfehlungen zur präventiven Beweissicherung im Vorfeld zu einer möglichen Wiederinbetriebnahme, rundeten die Veranstaltung ab. Viele Neubürger bekundeten nach diesen Informationen den Willen, den Druck auf die Stadt zu erhöhen, um eine dauerhafte Abstellung und eine bessere Informationspolitik für Investoren und Neubürger zu erreichen.

Die BI hat bereits weitere Aktionen im Umfeld der LGS in Planung und hofft auf die rege Beteiligung der Landauer Bevölkerung.

Gez. Thomas Hauptmann

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