Geothermie Landau

Kommentar zur Landauer Stadtratssitzung vom 3. September 2013 26.09.13

„Wer austeilt, der muss auch einstecken können“!“ Davon sollte auch ein Herr Daldrup schon einmal gehört haben und davon, dass man seine Zunge besser im Zaum halten soll, als selbstverliebt zu schwadronieren. Schuld sind, -wie so oft-, immer die Anderen. In diesem Fall wieder einmal die böse Presse, die aus dem Zusammenhang herausriss, was so angeblich nie gesagt wurde. Das ist billig, zu billig für jemanden, der sich seit 70 Jahren im Geschäft hält und nach seiner Aussage, sogar erfolgreich.

Doch kommen wir zum Substanziellen. Das war bemerkenswert dünn, für einen der, seiner Aussage nach, so erfolgreich im Sektor Tiefengeothermie tätig ist. Konkrete Fragen zu ignorieren, oder sich bewusst zu verweigern, weil man ja jetzt mit Aussagen in der Öffentlichkeit vorsichtig sein wolle, ist kontraproduktiv und schafft keineswegs Vertrauen. Konstruktives Zusammenarbeiten kann nur im Dialog entstehen und der ist immer noch nicht in Gang gekommen und wird es auch nicht, sollte Daldrup seine Strategie nicht schlagartig ändern. So erwirbt man kein Vertrauen! Wichtige Fragen blieben somit unbeantwortet, oder wurden bestenfalls mit altbekannten Argumenten abgetan, wenn sie denn überhaupt gestellt wurden. Für große Teile des Stadtrats scheint Daldrup der lange erwartete Messias zu sein, der alles zum Guten wendet. Übrigens, nur als kleines Beispiel, die angesprochene Lärmbelästigung, kommt durch den Betrieb der Rückkühlwerke zu Stande, sind somit permanent, die von Daldrup erwähnten Bohrgeräusche treten nur vorübergehend auf und sind nach dem Abschluss der Bohrarbeiten Geschichte. Das ist ein Indiz dafür, dass Daldrup nur ein Interesse an der Umsetzung seiner Kernkompetenz, nämlich dem Bohren großer Löcher, hat und am Betreib der Anlage nur mäßig interessiert zu sein scheint. Das im Raum stehende Argument, dass der Betrieb einer Anlage wie der in Landau, für eine Fa. Wie Daldrup, viel zu komplex sei, wurde am Dienstagabend jedenfalls nicht widerlegt.

Insgesamt, eine schwache Performance, nicht nur von Daldrup, auch von großen Teilen des Stadtrats, der mit der Materie schlicht überfordert zu sein scheint.

Noch ein Rat an Herrn Daldrup sei erlaubt. Handwerksmeister reden nicht nur Klartext, sie verstehen ihn auch und sie lernen aus ihren Erfahrungen, auch den negativen. Die Lehre kann aber nicht heißen, Mund halten, Augen zu und durch.

Thomas Hauptmann

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