Geothermie Landau

Presseerklärung 2.04.2014 02.04.14

Zur Verabschiedung der Resolution zum Geothermie-Kraftwerk möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

Nach wie vor begrüßen wir die Resolution als ein erstes Signal der Stadt Landau an die Landesregierung. Die Aufforderung, Konsequenzen aus den Ereignissen der letzten Wochen zu ziehen und sich aus dem von Anfang an mit Schwierigkeiten und Mängeln behafteten Projekt zurück zu ziehen, fiel, nach unserer Meinung, zu wenig eindeutig, aus. Gleichzeitig sind wir über die Gründe, die zu dieser Resolution führten, irritiert. Erst wirtschaftlicher Druck, wegen der Vermarktung von Immobilien war der Auslöser, der zu einem Umdenken führte. Das finden wir bedauerlich, denn die seit 2009 nicht mehr zu leugnenden Probleme durch die Erdbeben, hatten in der Vergangenheit die Betreiber zu immer weiteren Experimenten mit fragwürdigem Sinn auf Kosten der Anwohner und nicht zuletzt der Steuerzahler geführt. Völlig absurd sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Hr. Dr. Maximilian Ingenthron, der davon sprach, die Anlage habe zur Betriebsaufnahme im „Niemandsland“ gestanden. Er ignoriert damit die Tatsache, dass es in unmittelbarer Nachbarschaft schon seit den 50iger Jahren ein Wohngebiet, die Cité Dagobert, gibt und das Kraftwerk bei deren Entwicklung eine wichtige Rolle spielen sollte. Auch existieren seit den frühen 2000er Jahren Pläne zur Entwicklung des Areals Estienne et Foch, dem zukünftigen Wohnpark am Ebenberg, bei dem die Energieversorgung durch die Erdwärme ein wichtiges Verkaufsargument darstellte. Hr. Dr. Ingenthron war schon sehr früh in diese Planungen involviert.

Als geradezu zynisch in zweierlei Hinsicht empfinden wir den Zusatz zur Resolution, in dem ein fairer Umgang mit dem Betreiber gefordert wird. Hier stellt sich die Frage, in wie weit der neue Eigentümer, die Fa. Daldrup, über etwaige Bodenaktivitäten durch die Vorbesitzer der Betreibergesellschaft geo-x, die ESW und die Pfalzwerke, unterrichtet war und seit wann diese Altgesellschafter über die Vorgänge evtl. bescheid wussten. Zynisch ist dieser Zusatz auch angesichts der Tatsache, dass das Problem der „Altschäden“ in den Überlegungen der Stadt keine Rolle zu spielen scheint. Wir fordern Fairness nicht nur für den Unternehmer Daldrup, sondern vor allem für die Geschädigten dieser Fehlentwicklung der Energiewende.

Aus diesem Grund halten wir an unserer Forderung fest, dass es im Sinne einer reibungslosen Schadensregulierung eine konsequente Aufklärung der Vorgänge rund um das Geothermie-Kraftwerk geben muss und Lösungen für die Abgeltung, auch der Schäden aus der Vergangenheit, zwingend notwendig sind.

Wir fordern die Stadt auf, sich bereits jetzt für eine Lösung dieses Problems einzusetzen.

 

Werner Müller               1.Vorsitzender

Thomas Hauptmann      2.Vorsitzender

 

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