Geothermie Landau

Presseerklärung 28.03.2014 28.03.14

Die „Bürgerinitiative Geothermie Landau/Südpfalz“ begrüßt die Absicht der Stadtspitze, allen voran OB. Hans-Dieter Schlimmer, sich von dem problembehafteten Geothermie-Projekt zu verabschieden und eindeutige Signale an die Landesregierung mit dem Apell an diese zu senden, den Ausstieg vorzubereiten und eine angedachte, dritte Bohrung nicht zu genehmigen. Wir werten dies als erstes, eindeutiges Signal von politischer Seite, dass das Sicherheitsbedürfnis der Bürger über den kommerziellen Interessen der Betreiber stehen muss. Wir sehen diese Entwicklung als Erfolg unserer Arbeit, vor allem aber als einen Sieg der Vernunft, an.

Trotzdem bleiben Fragen offen, die auf ihre Beantwortung warten. Warum erfolgt der Ausstieg aus der geothermischen Energiegewinnung erst jetzt, wo der Druck zur Vermarktung der Grundstücke auf dem Gelände des zukünftigen „Wohnparks am Ebenberg“ stark zugenommen hat, obwohl es  auch schon in der Vergangenheit zahlreiche, nicht nur unterirdische Probleme, mit der Anlage gab? Unbeantwortet ist auch immer noch die Frage, wie lange die Verantwortlichen der Stadt und die alten Anteilseigner der geo-x GmbH als Betreibergesellschaft für das Kraftwerk, die ESW und die Pfalzwerke, über die Bodenaktivitäten bereits Bescheid wussten. Hier muss eine klare Antwort gegeben werden, hat dieser Punkt doch eine entscheidende Auswirkungen auf die Frage der Regulierung der aktuellen, aber auch der durch die Erdbeben verursachten Schäden in der Vergangenheit.

Die BI fordert eine rasche Klärung dieser Frage im Interesse der Geschädigten und verlangt von der Landesregierung einen Fonds einzurichten und mit ausreichenden Mitteln auszustatten, aus dem die Schäden, auch solche, die auf die Erdbeben in der Vergangenheit zurückzuführen sind, unbürokratisch reguliert werden können.

Werner Müller, 1.Vorsitzender                                                               Thomas Hauptmann, 2.Vorsitzender

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