Geothermie Landau

Presseerklärung der Bürgerinitiative Geothermie Landau 20.03.14

Der Vorstand der Bürgerinitiative begrüßt die Abstellung des Geothermie-Kraftwerks in der Eutzingerstraße, nachdem dort Risse in der Fahrbahn und auf Wegen rund um das Kraftwerk festgestellt wurden. Die Risse stehen im Zusammenhang mit den kürzlich festgestellten Hebungen im Landauer Stadtgebiet, deren Ursachen jetzt gesucht werden. Wir forderten bei einem Gespräch mit dem Bauamtsleiter, Herrn Kamplade, die Abstellung der Anlage, weil es nicht auszuschließen ist, dass das Geothermie-Kraftwerk einer der Verursacher dieser Entwicklungen darstellt.

Wir teilen zwar die Ansicht des Stadtvorstands, dass die Entwicklungen mit Augenmaß betrachtet werden sollen, sind aber der Meinung, dass das Sicherheitsbedürfnis der Bürger an allererster Stelle stehen muss. Aus diesem Grund sind wir über die Äußerungen von Herrn Bems irritiert, dass nichts dagegen sprechen würde, die Anlage in kürze wieder hochzufahren, allerdings trotzdem ein paar Tage abwarten zu wollen. Das ist das falsche Signal! Anlagenschutz und Verlustminimierung können nicht der Maßstab dafür sein, eine Anlage deren Standort inzwischen von verschiedenen Seiten als wenig günstig bezeichnet wurde, wieder in Betrieb zu nehmen, gerade dann, wenn nach deren Abstellung die Dynamik der Ereignisse zurück ging. Nach unserer Meinung ist das ein deutliches Indiz, dass das Kraft werk mindestens als Mitverursacher in Frage kommt. Hr. Bems versicherte in einem Gespräch glaubhaft, nichts tun zu wollen, was der Nachbarschaft schadet. An diesem Anspruch muss er sich messen lassen. Herr Bems und seine Mannschaft wären gut beraten, Fingerspitzengefühl walten zu lassen.

Hier stellt sich allerdings auch die Frage, inwieweit die alten Eigentümer der geo-x über die Bodenaktivitäten bescheid wussten und ob sie sich vielleicht deshalb eilfertig aus dem Geothermie-Projekt zurückzogen. Fragen die gestellt werden müssen, gerade auch vor dem Hintergrund der Schadensregulierung.

Sicherheit, vor Allem der Schutz von Unversehrtheit an Leib und Eigentum stehen an erster Stelle, aber auch die Planungssicherheit für die Baugruppen auf Estienne et Foch und Schadensbegrenzung in jeder Hinsicht, sind die Leitplanken, an denen sich das weitere Vorgehen der Stadt orientieren muss. OB Schlimmer muss sich daran messen lassen, wie er mit diesen Problemen umgeht.

Gezeichnet

Werner Müller, 1. Vorstand                                     Thomas Hauptmann, 2. Vorstand

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