Geothermie Landau

Sicherungsmaßnahmen am Geothermiekraftwerk Landau 04.03.14

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Scholly,

nach den schlechten Erfahrungen bei den Sicherungsmaßnahmen am Geothermie-Kraftwerk Landau anlässlich der letzten Bombenentschärfungen, wir erinnern an die Strohballen im Hof des GKW, bitten wir Sie im Interesse der Anwohner und Betroffenen um zeitnahe, detaillierte und verifizierbare Informationen über die vorgesehen Schutz-Maßnahmen, auch im Hinblick auf den Schutz des ORC-Kreislaufs angesichts einer zu erwartenden Druckwelle bei einer Sprengung eines oder beider Blindgänger.

Das leichtentzündliche Isopentan, das sich im ORC-Kreislauf in einem kritischen Zustand befindet und dessen Gasphase bei der Freisetzung zusammen mit dem Luftsauerstoff, explosible Gemische bildet, die bei Vorhandensein einer Zündquelle, das kann auch ein Funke durch elektrostatische Entladung sein, zünden kann, ist in den Rohrsystemen vollkommen ungeschützt. Das überhitzte Isopentan steht sowohl in der

Flüssigphase, als auch in der Gasphase unter Druck. Bei der Beschädigung des Rohrsystems käme es zu einer Spontanverdampfung, die alleine schon ausreicht die Anlage zu zerstören und Schäden in der Nachbarschaft zu verursachen.

Wir verlangen, dass die Anlage abgestellt, das Isopentan in einen drucklosen und kalten Zustand gebracht und die Rohrleitungssysteme inertisiert, das heißt mit einem Inertgas, Stickstoff, besser Argon, gespült und gefüllt werden. Am sichersten wäre das Abtanken des Isopentans und das anschließende Spülen mit einem Inertgas.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Geothermie Landau-Südpfalz e.V.

Vorstand

Werner Müller

Thomas Hauptmann

 

Anhang:

Bilder über "Sicherungsmaßnahmen" im GKW Landau kurz vor Beginn der

Bombenentschärfung am 14.06.2013.

Der SWR-Rundfunk informiert in den Nachrichten über Sicherungsmaßnahmen

im Geothermiekraftwerk Landau. Wie das in der Praxis aussieht zeigen die

Bilder eindrucksvoll.

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