Geothermie Landau

Trendwende bei den Höhenbewegungen 10.03.14

Nach einem Gespräch  der Bürgerinitiative Geothermie Landau, vertreten durch Werner Müller und Thomas Hauptmann,  mit dem Amtsleiter des Stadtbauamts, Christoph Kamplade, und dem Amtsleiter der Abteilung Vermessung und Geoinformation, Herrn Walter Adam, das am 05.03. in konstruktiver Atmosphäre statt fand, sind die Unterschiede in der Darstellung und Bewertung der Bewegungen  diskutiert worden.

Der Grund für die zunächst unterschiedlichen Interpretationen  liegt in einer unklaren Darstellung von Messwerten in einer Karte, die das Vermessungsamt als Arbeitsgrundlage zum Thema erstellte. Selbst Herrn Kamplade sei die gewählte Darstellungsform zunächst unklar gewesen, betonte dieser. Die Karte war Herrn Müller im Rahmen eines Beweisverfahrens durch den Anwalt der geo-x  GmbH am 26.Februar 2014 überreicht worden, in dem es um eine Stellungnahme vom Juni 2013 des damaligen Geschäftsführers der  geo-x  GmbH, Herrn Dr. Lerch, geht. Die geo x GmbH sieht als Ursache für die Senkungen von bis zu 17cm im Landauer Stadtgebiet, die Aktivitäten der „Wintershall“, die seit der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts Erdöl aus dem südpfälzischen Boden fördert. Auch bei der Übergabe der Karte wurde nur von Senkungen gesprochen. Zwischenzeitlich hat die Wintershall der BI eine Stellungnahme hierzu angekündigt.

Insgesamt ändert dieser Sachverhalt allerdings nichts an der Brisanz der Ereignisse, im Gegenteil.

Herr Kamplade bezeichnete gerade die Trendumkehr von Senkung in Hebungen mit überdurchschnittlicher Dynamik als das eigentlich dramatische Element bei diesen Vorgängen. In dem Gespräch signalisierte das Bauamt weitgehende Übereinstimmung mit den Überlegungen der BI und bestätigte die Tatsache, dass der Effekt im Umfeld des Geothermie-Kraftwerks am stärksten ausgeprägt ist. Auf die Frage der BI-Vertreter, ob in Landau, ähnlich wie im Badischen Staufen, eine Anhydrit-Schicht für die Hebungen verantwortlich sein könnte, bestätigte Herr Kamplade das Vorhandensein einer solchen Schicht, sieht allerdings keine Parallele zu Staufen, da diese Schicht in Landau wesentlich tiefer liegen würde. Gänzlich ausschließen will er dies aber nicht. Um eine breitere Basis für die Ursachensuche zu erhalten, sollen mehr Messwerte ermittelt werden. Deshalb erhöht das Vermessungsamt die Frequenz der Messungen und schickt jetzt Messtrupps im Monatsrhythmus durch Landau um Nachmessungen durchzuführen.

Die BI bleibt bei ihrer Forderung das Kraftwerk in der Eutzingerstraße mindestens solange abzustellen, bis Klarheit über die Ursachen herrscht. Bei der großen Dynamik des Effekts, können Veränderungen schon nach relativ kurzer Zeit festgestellt werden.

Die BI Geothermie Landau ist der Auffassung, dass die Sicherheitsinteressen der Bürgerinnen und Bürger und die Unversehrtheit der Umwelt nicht der zwar nachlassenden, aber immer noch vorhandenen, politischen Unterstützung der TiefenGeothermie untergeordnet werden dürfe.

Bürgerinitiative Geothermie Landau/Südpfalz e.V.                                                       Landau, den 10.03.2013

Werner Müller              1. Vorstand

Thomas Hauptmann      2.Vorstand

 

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