Geothermie Landau

Weglächeln geht nicht 21.05.15

Allenthalben finden auf dem Landesgartenschaugelände zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Stadtentwicklung statt. Grund für diese Aktivitäten ist die Tatsache, dass die derzeitige LGS eigentlich als ein Programm zur Förderung von Maßnahmen zu sehen ist, die mit der Entwicklung der Kommune Landau in engem Zusammenhang stehen. Wie man dem Artikel „Neuer Gartenschau-Rhythmus“ in „Die Rheinpfalz“ vom 20.05.2015 entnehmen kann, soll dieser Aspekt auch in Zukunft bei solchen Großveranstaltungen im Vordergrund stehen, was die Abkehr von der klassischen „Blümchen-Schau“ bedeutet. Insofern fällt der LGS-Landau durchaus eine gewisse Bedeutung als Pilot-Projekt zu, ist allerdings auch ein drastisches Beispiel wie es nicht laufen sollte.

Typisch dafür ist der Umgang mit dem Dauerthema „Geothermie-Kraftwerk“ auf dem Landesgartenschaugelände. Dieses Gelände befindet sich momentan in einer Umbruchsituation, wird doch das ehemalige Areal der Kaserne „Estienne et Foch“ schon seit mehreren Jahren zu einem Wohnpark mit Hochpreisimmobilien, dem „Wohnpark am Ebenberg“, umgewandelt. Spätestens seit dem März 2014 sind die Probleme, die durch den Geothermie-Betrieb entstehen können, offensichtlich, was zunächst zu einer weitgehend durch den Stadtrat mitgetragenen und durch eine Petition artikulierte Ablehnung des Geothermie-Kraftwerks führte. Seit über 14 Monaten ist die Anlage, die inzwischen mitten, -und nicht am Rande wie in der Presse fälschlich dargestellt-, im LGS-Gelände liegt abgestellt und immer noch wird die Bevölkerung im Unklaren darüber gelassen, wie es in Landau mit dem GKW weitergehen soll.

Die Landesregierung, allen voran die „Grüne“ Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, schweigt sich beharrlich zum Thema aus und die spröden Kommentare der „Landesmutter“ Malu Dreyer (SPD) tragen nicht wesentlich zur Klärung der Situation bei.

Das Handeln und der Umgang mit den Problemen der Landauer Bürger durch die Ministerpräsidentin ist in höchstem Maße unredlich und beweist aufs Neue, dass Fr. Dreyer weder willens, noch in der Lage zu sein scheint an dem Status Quo etwas ändern zu wollen oder zu können. Ihre Aussage (…) „während der Gartenschau ist keine Entscheidung nötig“(…) lässt tief blicken und erinnert eher an das Fluchtverhalten gehetzter Politiker kurz vor der Wahl, die Zeit gewinnen wollen. Das gilt auch für die Landauer Lokalprominenz, allen voran OB. Schlimmer, der sich bei den OB-Wahlen im Sommer nicht mehr aufstellen lässt und offensichtlich hofft mit einem „blauen Auge“ davon zu kommen.

Verlierer dieses perfiden Spiels sind die alteingesessenen Anwohner, aber vor allem auch die Neubürger, die sich mit ihrem Geld auf ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang einlassen wollen oder bereits eingelassen haben. Sollte das umstrittene „Geothermie-Projekt“ wieder in Betrieb gehen, droht allen Immobilienbesitzern ein drastischer Wertverlust bei einer geplanten Veräußerung ihres Eigentums. Schon jetzt sind Wohnungen in der Nachbarschaft zum GKW nur schwer und nur unter Wert zu verkaufen.

Da wir, die BI Geothermie-Landau-Südpfalz e.V., erhebliche Zweifel daran haben, dass die dort agierenden Bauträger und die Stadt Interessenten korrekt und umfassend über die Probleme mit dem Geothermie-Betrieb informieren, sehen wir uns in der Pflicht eine umfassende Information anzubieten.

Wir wollen dabei auf die Vielschichtigkeit der möglichen Gefährdungen hinweisen, die einerseits von den direkten Auswirkungen des Geothermie-Betriebs wie die Möglichkeit von Erdbeben, Bodenbewegungen und erhöhte Radioaktivität reicht, aber auch die Probleme nicht verschweigt, die von einem Betrieb ausgehen, der der Störfallverordnung unterliegt Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Frage der Schadensregulierung und der bisherige Umgang durch die Betreiber mit dieser Problematik.

Wollen Sie sich einen objektiven Überblick über die Situation rund um das Geothermie-Kraftwerk Landau verschaffen, dann sind Sie auf unserer Informationsveranstaltung richtig. Wir belassen es nicht bei Phrasen und lächeln Probleme nicht weg, wir nennen Fakten und berichten über unsere langjährigen Erfahrungen mit dem Thema „Tiefe Geothermie“.

Gez. Thomas Hauptmann

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