Geothermie Landau

Verdunstungskühlung 13.06.18

Stichworte:

Leistungsreduzierung, Energievernichtung, Hygieneanforderungen, Netto-Wirkungsgrad, Forschungsprojekt, Arbeitsschutz, Biofilm auf Oberflächen, Legionellen, Klimaerwärmung

Die Verdunstungskühlung ist bereits aus der Antike bekannt. In Landau wird jetzt ein „Forschungsprojekt“ draus. Möglicherweise werden weitere Steuergelder in eine überflüssige, unwirtschaftliche Stromerzeugung versenkt, mit Gefahren und Risiken für unsere Umwelt und unsere Gesundheit.

Bei Umgebungs-Lufttemperatur von über 25°C kann die zur Kühlung des Isopentan- Kreislauf benötigte Luft die notwendige Kühlleistung nicht mehr realisieren. Die Anlagenleistung zur Stromerzeugung muss daher bis auf ca. 50% der Nennleistung zurückgefahren werden. Damit wird der schon schlechte Netto-Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung von ca. 2-7%, weiter reduziert. Außerdem wird bis zu 90% der dem Tiefenwasser entzogenen Energie vernichtet und an die Umwelt abgegeben. Stichwort Klimaerwärmung.

Um die Kühlleistung der Rückkühlanlage zu verbessern, setzt der Betreiber ein Aggregat, ähnlich einer Schneekanone, ein. Link zum Film 

Das Wasser wird in kleinen Tropfen unterhalb der Kühlanlage nebelartig versprüht.

Die Auswirkungen auf die Umgebung ist nicht abzusehen. Ob das aus einem Brunnen entnommene Wasser keimfrei ist, ist unbekannt. Angeblich sei die Ablaufkühlung unter Verwendung des Brunnenwassers ein genehmigtes „Forschungsprojekt“.

Das hier Grundwasser zur verlorenen Kühlung eines Industrie- bzw. Störfallbetriebes verwendet wird und möglicherweise Behörden ihre Zustimmung erteilten, zeigt, wie man mit unseren Grundwasser- Ressourcen umgeht und welchen Stellenwert Umweltschutz in Landau hat.

Grundsätzlich neigen Verdunstungskühlungen zu Aerosolbildungen. Aufgrund günstiger Vermehrungsbedingungen für  Bakterien, Algen, Schimmelpilze im Wasser und auf den Oberflächen können die mitgerissenen Wassertropfen Mikroorganismen, z. B. Legionellen , enthalten. Diese stellen ein gesundheitliches Risiko dar, da sie im Falle des Einatmens Ursache für Infektionskrankheiten sein können. Der Betreiber steht in der Verantwortung, das Risiko aus dem Betrieb solcher Anlagen zu minimieren. Bei unter Hygienegesichtspunkten einwandfreiem Betrieb sind die Risiken minimiert, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. ( Quelle: VDI-Richtlinie 2047)

Die Wohnbebauung „Wohnpark Ebenberg“ und die Schrebergärten befinden sich in unmittelbarer Nähe der Verdunstungskühlung. Je nach Windrichtung werden die Aeorsole

in die Nachbarschaft transportiert.

Bild 1                                                                                  

Rückkühlanlage mit Wasserkanone

Bild 2

Nahaufnahme Wasserkanone

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