Geothermie Landau

Anteilseigner EnergieSüdwest 21.01.19

Kein Zukunftgeschäftsfeld. Geothermie-Engagement war nicht positiv (1)

https://www.rheinpfalz.de/lokal/landau/artikel/geothermiewerk-landau-geysir-uebernimmt-anteile-von-energie-suedwest/

 (1)   Quelle: RHEINPFALZ vom 19.01.2019: Vorstandsvorsitzender Thomas Waßmuth

Fördergelder-Ausstehende Schadensregulierungen-

Anwohner verunsichert-Ursachenforschung der FU

Auch wenn sich die Energie Südwest jetzt zurückzieht, weil nach 10 Jahren möglicherweise Fördergelder nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, bleibt nach wie vor die Mitverantwortung für noch nicht erfolgte Schadenregulierungen.

Auch könnte der Spagat zwischen der Beteiligung am Kraftwerk und den vom Kraftwerk ausgehenden Gefahren und Risiken für EnergieSüdwest Kunden eine Rolle gespielt haben.

Hinzu kommt, dass die Stadt Landau indirekt über ihre Anteile an der EnergieSüdwest auch am Kraftwerk noch beteiligt war und Kommunalwahlen in 2019 anstehen:

Anwohner sind verunsichert. Immobilen stehen leer. Eigentumswohnungsbesitzer wollen nach unseren Informationen wieder verkaufen und wegziehen.

Wie groß das Gefährdungspotential und die Umweltbelastungen auch in Zukunft noch sind, zeigen die Schäden mit Verletzten von Pohang und die Ursachenforschung der Geophysiker der Freien Universität:

piegel.de/freie-universitaet-berlin/geologie-wenn-die-welt-erzittert/23757584.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

Auszug:

Forscher wollen das Risiko besser unter Kontrolle bekommen

Sie hat ein Modell entwickelt, das die Vorgänge erklären könnte. Vereinfacht gesagt drückt das eingebrachte Wasser auf die tiefer liegenden Gesteinsschichten. Je mehr Wasser zugefügt wird, desto höher wird der Druck, bis sich die Spannungen, die sich in der Erde durch tektonische Prozesse angesammelt haben, über ein Beben entladen. Das eingebrachte Wasser hat aber nicht nur diese vertikale Wirkung auf die Gesteinsschichten. Der Wasserdruck breitet sich auch horizontal immer weiter aus. Dies würde erklären, warum es auch an Orten, die weit von den Brunnen entfernt sind, zu Erschütterungen kommt. Die Untersuchung zeigte erstaunliche Parallelen zu den Daten von Erdbeben, die im Zusammenhang mit Staudammprojekten aufgetreten sind.

„Die Physik ist die gleiche, egal, ob das Wasser an der Erdoberfläche gesammelt wird, oder ob man ein unterirdisches Reservoir schafft“, sagt ihr Doktorvater Serge Shapiro. Er möchte das Modell jetzt erweitern und so die Ausbreitung der Erdbeben auf größere Gebiete erklären. „Mit unserer Forschung möchten wir auch dazu beitragen, die Ängste der Menschen in Regionen, in denen geothermische Anlagen entstehen sollen, zu berücksichtigen. Ein Beispiel dafür sind etwa die rheinland- pfälzischen Orte Landau und Insheim, wo 2009 die Erde in der Nähe der Geothermie-Anlagen bebte“, sagt der Wissenschaftler. „Wir verstehen heute schon besser, welche Vorgänge zu den Zwischenfällen führen. Nun geht es darum, wie man auch das Risiko der Beben besser unter Kontrolle bekommen kann.“

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