Geothermie Landau

Nachlese zur GeoTHERM 08.04.19

Im gut besuchten Vortragssaal, die Vorträge wurde simultan übersetzt, präsentierte Herr Uhde seinen Vortrag. Außer den bekannten, teilweise irreführenden Aussagen, präsentierte Herr Uhde doch noch einige Neuigkeiten:

1. Förderpumpe

Bei der „Wartung der Pumpe“ kam es nach der ersten Wiederinbetriebnahme zu einem Problem an der Kupplung der zwei Laufräderblöcke. Die Verrohrung und die Laufräderblöcke musste zum zweiten Mal herausgezogen werden. Auch wurde die Pumpe um 50m tiefer- auf jetzt 755m- gehängt.

 Anmerkung:

Die Tieferlegung der Pumpe ( Laufräder) kann ein Indiz für eine Tiefenwasserabsenkung sein. Wenn das Tiefenwasserniveau abnimmt, kann die Absenkung in Zukunft weitere Probleme bereiten.

Aus den geplanten 3-4 Wochen wurden dann nahezu 6 Wochen „Wartung“

2. Lufttemperatur

Der letzte Sommer bereitete Sorgen. Herr Uhde zeigt eine Folie mit dem Verlauf  Außenlufttemperatur „IST“ und Außentemperatur „geplant“.

Die Lufttemperatur zur Rückkühlung des Transmitters ISOPENTAN liegt beispielsweise im Juli 2018 bei 25,1 °C, geplant waren 21,5°C.

Uhde: Die Effizienz ist stark von der Lufttemperatur abhängig.

Lufttemperatur  

TENORM

Jörg Uhde beim Vortrag -im Bild unten rechts-

Anmerkung:

Je höher die Außenlufttemperatur, desto geringer die Anlagenleistung

Somit ist die Stromerzeugung aus Tiefengeothermie von äußeren Einflüssen abhängig und daher auch nicht grundlastfähig.

Ohne die überhöhte Einspeisevergütung nach EEG von 25 €cent/ kWh gäbe es keine Geothermie-Stromerzeugung.

3. Greenhouse-Area

Zur Nutzung der Abwärme sind auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Rohrbach, zwischen der Verbindungstraße Insheim /Rohrbach bis zur Autobahn A65 Gewächshäuser, beheizt von der Geothermie-Abwärme, geplant.

Anmerkung:

Die Bekanntgabe der Gewächshaus-Planungen auf der GeoTERM in Offenburg, ohne vorherige Information der Bevölkerung der umliegenden Orte Rohrbach und Insheim, ist schlechter Stil und setzt die Missachtung der betroffenen Bevölkerung durch den Betreiber Pfalzwerke geofuture GmbH, eine 100%ige Tochter des Energieversorgers Pfalzwerke AG, fort.

Nicht erwähnt wurde das notwendige Redundanz-Kraftwerk, meist befeuert mit Gas, erforderlich um Lastspitzen und die Wärme-Versorgung bei Ausfall des Geothermiekraftwerkes sicherzustellen.

4. „Riesling aus warmen Erden“ Gutsabfüllung für Pfalzwerke geofuture

Auf der Folie von Uhde ist zu lesen: 2017er Riesling aus warmen Erden-trocken-.

Die Reben dieses Weines sind in den warmen Böden rund um das Geothermiekraftwerkes in Insheim gewachsen. Hier werden Heißwasservorkommen in rund 3.8000m Tiefe genutzt um umweltfreundliche Energie bereitzustellen.

 Anmerkung:

Das  sich ein Winzer aus Insheim für diese irreführende Darstellung von Sachverhalten hergibt, ist erstaunlich.

Nach dem Vortrag von Jörg Uhde geht Werner Müller an das Saal-Mikrofon, stellt sich vor und

stellt fest: „Wir kannten den Inhalt ihres Vortrages aus dem vorab vorliegenden Abstrakt. Ihre Aussagen bestehen streckenweise aus Halbwahrheiten. Was wirklich in Insheim passiert, können Sie auf unserer Homepage geothermie-landau.de seit heute morgen nachlesen. Danke!“

5. Lithium im Thermalwasser- Eine Chance für die Geothermie im Oberrheingraben,

 Vortrag von Dr. Kreuter-GeoThermal ENGINEERING

Anmerkung:

Mit der Extraktion von Lithium aus dem Tiefenwasser treibt die Geothermie-Lobby wieder einmal eine vermeintlich neue Sau durchs Dorf.

Dr. Horst Kreuter beim Vortrag -im Bild unten rechts-

Die zentralen Fragestellungen- Folie rechts oben- verdeutlichen den Stand des Verfahrens: Genaues weiß man nicht.

Nach dem Vortrag stellt Frau Dr. Müller zwei Fragen (Gedächtnisprotokoll) an Dr. Horst Kreuter:

Wie kam die Lithium-Extraktion auf die Tagesordnung und kennt Herr Dr. Kreuter die von ihm erwähnte Pilotanlage zur Lithium -Extraktion in Kalifornien näher?

Dr. Kreuter:

  1. Frage (Antwort sinngemäß): Ein Bekannter aus Australien hat mich angerufen und auf Lithium  aufmerksam gemacht.
  2. Frage (Antwort sinngemäß): Ich war nicht bei der Anlage und hatte auch noch keinen Kontakt zum Betreiber.

 Anmerkung:

Offensichtlich ist die vermeintliche „Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung“ überschaubar. Man sucht nun Alternativen. Jetzt muss die Lithium-Gewinnung wieder einmal herhalten, um auch die „Akzeptanz in der Bevölkerung“ zu erhöhen, so formuliert es Herr Dr. Kreuter in seinem Vortrag

 

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