Geothermie Landau

Nachplappern 30.06.20

Hier veröffentlichen wir den Schriftverkehr zwischen der EnergieAgentur Speyer-Neustadt / Südpfalz -Herr Ritter-und der Bürgerinitiative Geothermie Landau-Südpfalz e.V., wie angekündigt:

 

Sehr geehrter Herr Ritter,

Ihr Antwortschreiben belegt, was beispielsweise Herr Dr.

Paschotta (www.energie-lexikon.info) auf den Punkt bringt und auf Sie vollumfänglich zutrifft:

 

Eine unheimliche Menge von falschen oder zumindest fragwürdigen

Meinungen über Energiefragen geistert in der Öffentlichkeit herum. Meist steckt hinter dem Irrtum kein böser Wille, sondern fehlendes Verständnis z.B. für physikalische Zusammenhänge sowie das unkritische Nachplappern von nicht selbst durchdachten Behauptungen. Teils werden aber auch gezielt Missverständnisse erzeugt, wenn Firmen für Ihre Produkte werben oder Lobbyisten die Politik und die Öffentlichkeit zu beeinflussen versuchen"

 

Hervorzuheben ist bei ihrer Antwort das wiederholte, verantwortungslose Nachplappern von manipulierter Propaganda und unbelegten Behauptungen.

 

Sie erwähnen beispielsweise "Geothermiekraftwerke in Deutschland

unterliegen zu Recht sehr strengen Sicherheits-und Umweltauflagen (...)

Wie erklären sie die unzähligen Erdbeben in Insheim und Landau mit

teilweise sogar Schadbeben, die Pannen in Insheim und Landau, die

Umweltbelastungen durch die klimaschädliche Rückkühlung, die Gefahren

bei der Radioaktivität, Risiken für unser Grundwasser und Hebungen und

Senkungen der Erdoberfläche durch Tiefenwasseraustritt in Landau.

 

Warum konnten die von Ihnen erwähnten sehr strengen Sicherheits-und Umweltauflagen dies alles nicht verhindern? Alle Gefahren und Risiken konnten sie auf geothermie-landau.de nachlesen. Dennoch wiederholen Sie die Phrasen der Geothermie-Lobby.

Hinzu kommt, dass Sie die Vorgänge bei der oberflächennahen Geothermie mit der Tiefengeothermie vermischen, obwohl die verfahrenstechnisch nahezu nichts miteinander zu tun haben, außer dem Bohren im Untergrund. Auch wieder ein Indiz für das Nachplappern und das fehlende Verständnis für physikalische Zusammenhänge und der Verfahrensunterschiede zwischen Oberflächennahe Geothermie und Tiefengeothermie.

 

Ein weiters Beispiel für Ihr Nachplappern und fehlendes Verständnis ist die angebliche Grundlastfähigkeit. Sie begründen Sie mit der Verfügbarkeit in Insheim von 95% im Jahr 2019. Ob dies zutrifft und wie die Zahl zustande kommt ist nicht nachvollziehbar und nicht belegt.

Außerdem hat die Verfügbarkeit rein gar nichts mit der angeblichen

Grundlastfähigkeit zu tun.

 

Erstaunlich ist Ihre Auslassung, dass der Kontakt von Thermalwasser(besser Tiefenwasser) durch die gesetzlich geforderten technischen Absicherungen, die der regelmäßigen Kontrollen der Aufsichtsbehörden unterliegen, auszuschließen ist.

Das Tiefenwasser kennt also die gesetzlichen Vorgaben. Und die Behörden kontrollieren...

Erdbeben sind nicht rückabwickelbar. Schäden im Untergrund nahezu nicht direkt kontrollierbar. Die Auswirkungen können erst nach Jahren oder Jahrzehnten deutlich werden und sind nicht reparabel.

Hinweis: Austritt von Tiefenwasser in Landau. Die unzähligen Pannen und angeblich "effektiven" Kontrollen der Behörden in Insheim und Landau sprechen für sich.

 

Wenn wir Fakten aufzählen und belegen unterstellen Sie uns, wir würden die Tiefengeothermie verteufeln. Ihre Argumentation ist einfach gestrickt.

 

Sie sollten sich bei Themen, von denen Sie keine Ahnung haben,

zurückhalten. Sie können sich nur nachhaltig, wie jetzt geschehen,

blamieren.

 

Wie angekündigt, veröffentlichen wir den Vorgang komplett auf

geothermie-landau.de. Hier widerlegten wir vor einigen Tagen erneut die Irreführungen des Betreibers- Herrn Uhde- in Insheim:

 

https://www.geothermie-landau.de/artikel/technikforum-ii-2019.html

 

Auch auf unsere Veröffentlichung

https://www.geothermie-landau.de/artikel/der-schatz-am-oberrhein.html

möchten wir in dem Zusammenhang hinweisen.

 

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Gemeinde Offenbach bzw.

Verbandsgemeinde Offenbach aus Ihrem Verein austritt. Sie schaden mehr als Sie der Energiewende nützen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Werner Müller, Dipl-Ing.

 

Vorsitzender der

Bürgerinitiative Geothermie Landau-Südpfalz e.V.

Bürgerinitiative Energieforum Rohrbach & Insheim e.V.

Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie e.V.

Am 14.05.20 um 10:08 schrieb Energieagentur:

Sehr geehrter Herr Müller,

 

beigefügt erhalten Sie eine Antwort zu Ihren Emails. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim Ritter

Vorsitzender

EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz

 

Siemensring 54

76761 Rülzheim

Tel. 07272-7403195

 

www.energieagentur-sp-nw-suedpfalz.de

<http://www.energieagentur-sp-nw-suedpfalz.de>

Am 07.05.2020 um 11:28 schrieb BI Geothermie-Landau

<info@geothermie-landau.de <mailto:info@geothermie-landau.de>>:

 

Sehr geehrter Herr Ritter,

nachdem Herr Wassyl in der Verbandsgemeinderatssitzung am 5.05.2020 in

Offenbach/ Queich Sie als Urheber des in Rede stehenden Textes, siehe

beigefügten Anhang, bezeichnete und Herr Wassyl-so seine Aussage- den

Text unverändert übernahm, bitten wir Sie, Ihre unter der Überschrift

"MEHR DYNAMIK FÜR DIE ENERGIEWENDE!" im Artikel getroffenen Aussagen

 

"grundlastfähige Option und unter Berücksichtigung aller

Sicherheitsaspekte (...)"

 

bis spätestens Ende KW 21 zu erläutern und/oder nachvollziehbar zu

belegen.

 

Der Text suggeriert dem uninformierten Leser und beratungsresistenten

Politiker, Geothermiekraftwerke könnten einen Beitrag zur Energiewende

leisten, sie seien grundlastfähig und unter Berücksichtigung von

Sicherheitsaspekten beherrschbar und sind keine Gefahr für die Umwelt

und unsere Lebensgrundlage Wasser, für die Klimaerwärmung und für das

Eigentum der Bürgerinnen und Bürger.

Bitte keine Phrasen der Geothermie-Lobby wiederholen, die kennen wir.

Sobald Ihre Stellungnahme vorliegt-oder auch nicht- veröffentlichen wir

den Vorgang im ersten Schritt auf unserer Homepage

geothermie-landau.de <http://geothermie-landau.de>.

Hier werden Sie dann über die Grenzen der Südpfalz hinaus bekannt.

Im zweiten Schritt informieren wir gegebenenfalls alle Haushalte in der

Verbandsgemeinde, die das Amtsblatt erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Müller

 

 

 

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