Geothermie Landau

Geothermie Lobby 17.08.22

Häufige Behauptungen und Irreführungen der Geothermie-Lobby widerlegt:

 

geschlossener Kreislauf, geschlossenes System

Beim Hochfahren des Kraftwerkes wird Tiefenwasserdampf mit unbekannten Inhaltsstoffen in die Umwelt abgegeben. Mögliche Inhaltstoffe des Tiefenwassers u.a.: Natrium, Kalium, Quecksilber, Blei, Arsen, Methan, Radionuklide, Kohlendioxid, Cyanid, Bakterien

 

Die Landungspunkte der Förder-und Reinjektionsbohrung liegen im Untergrund in einer Tiefe von 3000m bis 6000m mit einem Abstand von ca. 1500m.

Das zurückgepresste Tiefenwasser gelang nur zum Bruchteil wieder zur Förderbohrung. Es werden nur max. 30% der zurückgepressten  Tiefenwassermenge an der Förderbohrung gewünscht, um das Temperaturniveau des geförderten Tiefenwassers nicht zu gefährden.

Durch die neue Massenverteilung entstehen im Untergrund neue Spannungen, die zu

Erdbeben unbekannten Ausmaß führen können. Dabei können viele kleine Erdbeben zu einem großen Erdbeben führen. Für die Auswirkungen an der Erdoberfläche ist nicht die Magnitude entscheidend, sondern die Oberflächenbewegung mit den Auswirkungen an Gebäuden, die in Intensitätsklassen

eingeteilt ist und durch Beobachtungen festgelegt wird.

 

unerschöpfliche Energiequelle aus dem Inneren der Erde

Die Energie um das Tiefenwasser im Untergrund für die Tiefe Geothermie zu erwärmen, wird in der Erdkruste zu 80% durch radioaktive Zerfallsprozesse erzeugt. Im Bereich des Geothermiekraftwerkes nimmt die Tiefenwassertemperatur im Untergrund durch den Energieentzug stetig ab. Für den Standort des Geothermiekraftwerkes ist im Untergrund in der Erdkruste demnach keine „unerschöpfliche Energiequelle“ vorhanden.

 

grundlastfähig

Grundlastfähig sind jene Energieerzeuger mit konstanter Kraftwerks- Leistung, unabhängig von externen Einflüssen. Für nahezu alle Geothermiekraftwerke trifft dies nicht zu: Bei Lufttemperaturen über ca. 25°C muss wegen der Rückkühlung des Transmitters die Leistung, je nach Lufttemperatur, bis auf 50% der Nennleistung reduziert werden. Somit ist Tiefengeothermie nicht unabhängig von externen Einflüssen und daher auch nicht grundlastfähig.

 

zuverlässig und immer verfügbar

Der von den Betreibern in der Regel angegebene Verfügungsgrad, beispielsweise in Insheim, ist unglaubwürdig und entspricht nicht unseren Beobachtungen. Wären die Geothermiekraftwerke so zuverlässig und immer verfügbar, wären konventionell befeuerte Redundanzkraftwerke bei der Wärmeerzeugung überflüssig..

 

unabhängig von Tages-und Nachtzeit

Bei Lufttemperaturen über 25°C muß die Anlagenleistung bis auf beispielsweise 50% und mehr reduziert werden.

Induzierte Erdbeben beherrschbar?

Die induzierten Erdbeben von Basel, Landau (1), Insheim (2), Poing, Vendenheim bei Straßburg und das mit größter Wahrscheinlichkeit bisher stärkste von einem Geothermiekraftwerk ausgelöste Schadbeben in Pohang verdeutlichen, dass induzierte Erdbeben nicht zu verhindern und nicht beherrschbar sind.

 

Gefahren/ Risiken

Induzierte Erdbeben, Landabsenkungen und Hebungen, siehe Lagepläne Grundwassergefährdung, Umweltbelastungen. Siehe Anlage (1) (2)

 

Eigenstrombedarf

In der Regel wird für den Eigenstrombedarf für Pumpen und Rückkühlung der preisgünstige Industriestrom aus Braunkohle- , Atom- oder Gaskraftwerken verwendet.

Aus Industriestrom wird Öko-Strom.

 

Wirtschaftlichkeit

Die Geothermie in Unterhaching, Landau/ Taufkirchen bei München, Insheim generierte Verluste in Millionenhöhe.

Ohne die überhöhte EEG-Strom- Einspeisevergütung von derzeit ca. 25 €ct pro Kilowattstunde für Neuanlagen gäbe es die Tiefengeothermie nicht.

 

Wirkungsgrad

Der Netto-Wirkungsgrad liegt nach einer Studie der Uni Hamburg-Harburg für das Bundeswirtschaftministerium zwischen 3% und 8% und ist damit mit Abstand die schlechteste Technologie zur Energieerzeugung im Vergleich auch zur Sonnen-und Windenergie.

 

Radioaktivität

Besonders im Rheingraben ist der radioaktive Anteil im Tiefenwasser besonders hoch.

Die radioaktiv kontaminierten Materialien müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Durch den Betrieb des Kraftwerk wird das im Untergrund vorhandene Radon zusätzlich an die Oberfläche gerüttelt. Messungen in geschädigten Gebäuden zeigen erhöhte Radon-belastungen. Siehe Anlage (1)

 

Umweltbelastungen. Klimaschonend?

Bis zu 90% der dem Tiefenwasser entzogenen Energie wird über die Rückkühlung vernichtet und an die Umwelt abgegeben.

Tiefengeothermie- Kraftwerke transportieren mittels Industriestrom Wärmeenergie an die Erdoberfläche, vernichten den größten Energieanteil und pumpen das abgekühlte Tiefenwasser wieder in den Untergrund.

Eine Energievernichtungs- Technologie!

 

Grundwasser-Gefährdung

Eingriff in ein einzigartiges wie unerforschtes Ökosystem.

Beim Zurückpressen des Tiefenwassers sucht sich das Tiefenwasser über Risse unkontrollierbar Wege und kann auch in die Grundwasserebene gelangen. Wenn Tiefenwasser mit Grundwasser in Berührung kommt, wird unsere existenzielle Lebensgrundlage Wasser zerstört. Auch Temperturerhöhungen im Untergrund bringen das vorhandene Gleichgewicht außer Kontrolle. Siehe hierzu den FAZ-Artikel „ Das Drama zu unseren Füßen“ vom 30. September 2018.

CO2-freie oder CO2-neutrale Geothermie-Wärme,

unabhängig von fossilen Rohstoffen

Für den Eigenverbrauch eines GKW ( 30% bis 50% der Nennleistung) wird in der Regel Industriestrom, vorwiegend aus Kohle oder Gas, verwendet. Um die Versorgung mit Wärme zu gewährleisten und Lastspitzen abzudecken, ist zusätzlich ein -meist gasbefeuertes- Redundanzkraftwerk erforderlich Somit ist auch die Geothermiewärme nicht CO2 frei.

 

erneuerbare Energiequelle

Das Reservoir kühlt nach einer gewissen Betriebszeit ab. Um die ursprüngliche Temperatur wieder zu erreichen, rechnet man mit mehreren hundert Jahren.

Demnach ist die Tiefengeothermie keine „Erneuerbare Energiequelle“ wie beispielsweise die Sonnen-und Windenergie.

 

klimaschonend

Bis zu 90% der dem Tiefenwasser entzogenen Energie wird vor dem Zurückpressen in den Untergrund durch die Rückkühlung vernichtet. Dies belastet unser Micro-Klima und führt zur vermeidbaren Erwärmung der Athmosphäre.

 

Stimulation bzw. Fracking oder „Gesteinsbehandlung“

Um die Bevölkerung nicht zu verunsichern, lässt sich die Branche immer wieder neue Beschreibungen für Fracking einfallen.

Auf den Punkt gebracht: Tiefengeothermie ist ohne Fracking ( Aufbrechen) nicht möglich.

Quellen u.a.:  BMU, Herr Bruchmann, VDI-Konferenz Joachimsthal März 2012 und KIT Karlsruhe

 

unauffällig und platzsparend, geringer Flächenbedarf

Der oberirdische Flächenbedarf ist vergleichbar mit beispielsweise Gas- Kraftwerken gleicher Leistung. Der Auswirkungsbereich im Untergrund liegt aber deutlich über 25 Quadrat-Kilometer und ist ohne jegliche Kontrolle oder Einflussnahme durch den Menschen.

 

Lärm-Emissionen

Der vom Geothermiekraftwerk erzeugte Lärm, wie beispielsweise in Landau, ist trotz Lärmschutzmaßnahmen noch in 600m Entfernung störend.

Besonders der Dauerton, ähnlich einem Tinnitus, ist für die Anwohner- je nach Windrichtung- mehr als belastend.

 

Geothermie-Wärme-Netze: neues Monopol der Energieversorger ?

Nach Wegfall des Strommonopols wird ein neues Monopol aufgebaut.

(mit EU-Recht konform?) Geothermie-Fernwärme ist meist wesentlich teurer als beispielsweise Gas-Beheizung.

 

Gescheiterte Projekte. Millionen-Verluste. Versenkte Fördergelder.

 

Geretsried, Trebur, Mauerstetten, Landau, Brühl, Basel, Offenbach (Queich)

Bellheim, St. Gallen, Unterhaching (Stromerzeugung), Hannover, RWTH-Aachen (Super C)

 

https://static.duttweiler.de/geothermie/bifunae_Geothermie_kritische_Analyse.pdf

http://www.die-umwelt-akademie.de/images/stories/download/Fischer-Jech-voll.pdf

Fördermittel am Beispiel Geothermie-Unterhaching:

Fördermittel: Zuschuss aus dem ZIP-Programm (Bundesregierung), Zuschuss für Fündigkeitsversicherung (Freistaat Bayern), Investitionszuschuss zur Förderung von Demonstrationsvorhaben: 1,2 Mio. Euro (BMU), Darlehen zur Förderung von Demonstrationsvorhaben: 22,4 Mio. Euro (BMU), F&E Zuwendung für Begleitforschung (BMU): 669 Tsd. Euro, Zuschüsse aus dem KfW-Programm für Erneuerbare Energien 3,6 Mio. Euro und Zuschuss LfA Bayern 100 Tsd. Euro, Darlehen aus KfW-Programm für Erneuerbare Energien: 19,9 Mio. Euro

 

 

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