Geothermie Landau

Geothermieprojekt Speyer 19.08.22

Geothermieprojekt Speyer/ Schifferstadt

FDP-Geothermie-Stammtisch am 4.08.2022 in Speyer

 

Irreführende Veranstaltung in Speyer

Vortragende:

Wolfgang Bühring, GF Stadtwerke Speyer und Herr Schmidt, LGB-Mainz

 

Mit schon allseits bekannten Phrasen der Geothermie-Branche präsentierte Wolfgang Bühring eine Menge von falschen oder zumindest fragwürdigen Aussagen. Auf den Punkt gebracht:

Ein verantwortungsloses Nachplappern von manipulierter Propaganda und unbelegten Behauptungen.

 

Einige beispielhafte Aussagen von Herrn Bühring:

-       „Geothermie ist am wirtschaftlichsten. München ist das großes Vorbild“.                  

Richtig ist:

Bisher wurden noch keine  nachprüfbare Bilanzen von Geothermiekraftwerks-Betreibern veröffentlicht. Bekannt sind Verluste von dem GKW Insheim mit 10 Millionen in 2018 und bei den Kraftwerken Landau und Taufkirchen mit zweistelligen Millionenbeträgen. Strom und Wärme aus TG ist die teuerste Energieform mit dem schlechtesten Wirkungsgrad von nur 5-7% bei der Stromproduktion.

 

-       „geschlossener Kreislauf“                                                                                         

Richtig ist:

Auch an der Erdoberfläche werden vom Kraftwerk beispielsweise bei bestimmten Betriebszuständen Tiefenwasserdampf emittiert. Im Untergrund sucht sich das zurückgepresste Tiefenwasser neue Wege im Grundgebirge. Nur ein geringer Anteil ist an der Förderbohrung gewünscht. Im Oberrheingraben gibt es durch vertikale Risse zusätzlich die Gefahr der Grundwasserschädigung durch aufsteigendes Tiefenwasser in die Grundwasserebene beim Zurückpressen.

 

-       „grundlastfähig“

    Richtig ist:

    Die Stromerzeugung bei Tiefengeothermie-Kraftwerken ist abhängig von der

    Lufttemperatur zur Rückkühlung des Transmitters. Liegt die Lufttemperatur über 25°C

    muss die Anlagenleistung reduziert werden. Somit ist die TG nicht grundlastfähig und

    abhängig vom Wetter.

 

-       „funktioniert“                                                                                                                

Richtig ist:

     TG ist stark vom Untergrund, der Tiefenwassertemperatur, der Fördermenge und vom   

     Standort abhängig. Das TG generell funktioniert ist eine nicht belegte Behauptung.

 

-       „klimafreundlich“

     Richtig ist:

     Bei der Stromerzeugung wird bis zu 90% der dem Tiefenwasser entzogenen Energie

     über die Rückkühlung des Transmitters vernichtet und in die Umwelt abgegeben.

     Auf den Punkt gebracht: Es wird hochbelastetes Tiefenwasser an die Erdoberfläche   

     mit Industriestrom gefördert, Energie mit einem schlechten Wirkungsgrad entzogen und

    über die Rückkühlung unser Klima zusätzlich belastet. Danach wird das Tiefenwasser

    wieder mit Industriestrom in den Untergrund gepresst.

 

-      „Bürgerinitiative in Brühl torpediert Geothermieprojekt“‚

    Richtig ist:

    Bei GeoEnergy hat die BI Brühl/ Ketsch sicherlich einen guten Beitrag im Interesse

    der Bevölkerung und der Umwelt am Untergang geleistet, der Rest war eigene            

    Inkompetenz

 

Vortrag von Herrn Schmidt:

Themen waren u.a. das Ampelsystem der Espoo Bohrung und OTN-3 Stimulation im Juni-Juli 2018 in Finnland, Kosten der Geothermie Technologie in USA, Ampelsystem in Rittershoffen, Frankreich.

Etwas am aktuellem Thema vorbei. Warum keine Informationen vom Oberrheingraben und den Gefahren und Risiken der Tiefen Geothermie?

 

 

Fazit zum „Stammtisch“:

Der sogenannte Stammtisch der FDP war eine Propaganda-Veranstaltung für die Tiefe Geothermie. Die Versammlungsleiterin war überfordert und wurde von Teilnehmern belehrt. Anmerkungen aus dem Teilnehmerkreis, die nicht ins Konzept passten wurden abgeblockt. Kein Stammtisch! Schade um die Zeit.

 

Anlagen und Links:

https://www.geothermie-landau.de/artikel/geothermie-lobby.html

https://www.geothermie-landau.de/artikel/studie-kit.html

Positionspapier der Bürgerinitiativen Juli 2022‚

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